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Satzung der Evangelischen Aktionsgemeinschaft für Familienfragen – Landesarbeitskreis Berlin –

Vom 24. November 1971

(KABl.-EKiBB S. 115)

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§ 1
Name und Zweck

( 1 ) Die Evangelische Aktionsgemeinschaft für Familienfragen (EAF) – Landesarbeitskreis Berlin – ist ein Zusammenschluss derjenigen Verbände, Werke und Einrichtungen innerhalb der Evangelischen Kirche und der Freikirchen im Land Berlin, die in ihrer Arbeit an den die Familie betreffenden Fragen interessiert sind.
( 2 ) 1 Zweck der Aktionsgemeinschaft ist die gemeinsame Beratung und Vertretung ethischer, sozialer, wirtschaftlicher und rechtlicher Fragen der Familienpolitik, die Förderung der Familienbildung und Familienberatung sowie der Familienerholung. 2 Sie will dadurch auf der Grundlage des Evangeliums einen Beitrag für eine gerechte und menschliche Sozialordnung leisten.
( 3 ) 1 Die EAF – Landesarbeitskreis Berlin – fördert Koordination und Kooperation von Aktivitäten einzelner Mitglieder auf dem Gebiet der Familienarbeit. 2 Sie plant und führt gemeinsame Aktionen – unter anderem Praxisberatung und Weiterbildung von Mitarbeitern – durch und erarbeitet Stellungnahmen zu aktuellen Fragen.
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§ 2
Zuordnung

( 1 ) 1 Die EAF – Landesarbeitskreis Berlin – ist ein Werk der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg im Sinne von Artikel 146 ff. Grundordnung.1# 2 Innerhalb der Grenzen der Artikel 146–150 Grundordnung2# gestaltet sie die Arbeit selbstständig.
( 2 ) 1 Das Vermögen der EAF – Landesarbeitskreis Berlin – ist ein Sondervermögen der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg. 2 Es darf nur für Ausgaben und Zwecke im Sinne von § 1 dieser Satzung verwendet werden.
( 3 ) Die EAF – Landesarbeitskreis Berlin – ist Mitglied der „Evangelischen Aktionsgemeinschaft für Familienfragen“ auf Bundesebene.
( 4 ) Mitgliedschaft in anderen Organisationen gleicher Zielrichtung ist möglich.
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§ 3
Mitgliedschaft

( 1 ) Mitglieder können sein:
  1. Werke, Verbände und Einrichtungen nach § 1 Abs. 1
  2. natürliche Personen, sofern sie Aufgaben nach § 1 fördern.
( 2 ) 1 Über die Aufnahme als Mitglied entscheidet die Mitgliederversammlung. 2 Mitglieder nach Absatz 1b werden von der Mitgliederversammlung für die Dauer einer Wahlperiode des Vorstandes gewählt.
( 3 ) Die Mitglieder können ihren Austritt mit einer Frist von drei Monaten zum Ende des Kalenderjahres dem Vorstand schriftlich erklären.
( 4 ) Mitglieder kraft Amtes sind die beiden zuständigen Referenten des Evangelischen Konsistoriums.
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§ 4
Organe

Die Organe der EAF – Landesarbeitskreis Berlin – sind
  1. die Mitgliederversammlung,
  2. der Vorstand.
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§ 5
Mitgliederversammlung

( 1 ) Jedes Mitglied hat eine Stimme.
( 2 ) 1 Die Mitglieder nach § 3 Abs. 1a nehmen ihre Rechte in der Mitgliederversammlung durch Vertreter wahr.
2 Die Ausübung mehrerer Stimmrechte durch eine Person ist unzulässig.
( 3 ) 1 Die Mitgliederversammlung kann bis zu acht weitere natürliche Personen als Sachverständige für die Dauer einer Wahlperiode des Vorstandes hinzuwählen. 2 Sie sind in der Mitgliederversammlung nicht stimmberechtigt.
( 4 ) Die Mitglieder des Vorstandes haben in der Mitgliederversammlung Stimmrecht.
( 5 ) 1 Die Mitgliederversammlung tritt in der Regel zweimal im Jahr zusammen. 2 Sie ist auch einzuberufen, wenn ein Viertel der Mitglieder unter Angabe des Beratungsgegenstandes dies verlangt. 3 Die Mitgliederversammlung wird vom Vorsitzenden schriftlich unter Angabe der Tagesordnung mit einer Frist von zwei Wochen einberufen und von ihm geleitet.
( 6 ) Eine ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist beschlussfähig.
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§ 6
Aufgaben der Mitgliederversammlung

( 1 ) Der Mitgliederversammlung obliegt
  1. Wahl des Vorstandes,
  2. Aufnahme und Wahl von Mitgliedern und Sachverständigen nach § 3 Abs. 2 und § 5 Abs. 3,
  3. Genehmigung des Haushaltsplanes,
  4. Abnahme der Jahresrechnung,
  5. Entlastung des Vorstandes und der Geschäftsführung,
  6. Beratung und Beschlussfassung zu den in § 1 beschriebenen Aufgaben,
  7. Beschlussfassung über vorgelegte Anträge und Satzungsänderungen,
  8. Beschlussfassung über den Beitritt zu anderen Organisationen nach § 2 Abs. 4.
( 2 ) Satzungsänderungen bedürfen einer Zweidrittel-Mehrheit der Mitglieder.
( 3 ) 1 Die Mitgliederversammlung kann Arbeitsausschüsse aus ihrer Mitte einsetzen, die ihr gegenüber verantwortlich sind. 2 Diese können jederzeit Sachverständige hinzuziehen.
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§ 7
Vorstand

( 1 ) Der Vorstand setzt sich zusammen aus:
  1. dem Vorsitzenden,
  2. dem stellvertretenden Vorsitzenden,
  3. drei Beisitzern.
( 2 ) Der Vorstand vertritt die EAF – Landesarbeitskreis Berlin –.
( 3 ) 1 Er wird für die Dauer von drei Jahren aus der Mitgliederversammlung gewählt. 2 Scheidet ein Vorstandsmitglied innerhalb dieser drei Jahre aus, findet eine Nachwahl statt.
( 4 ) 1 Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn drei seiner Mitglieder anwesend sind. 2 Er entscheidet mit Stimmenmehrheit. 3 Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag.
( 5 ) Der Geschäftsführer nimmt an den Sitzungen des Vorstandes mit beratender Stimme teil.
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§ 8
Aufgaben des Vorstandes

( 1 ) Der Vorstand führt die Beschlüsse der Mitgliederversammlung aus.
( 2 ) Er sorgt für eine geordnete Geschäftsführung, stellt im Rahmen des Stellenplanes die hauptamtlichen Mitarbeiter an und führt die hierzu nach Artikel 150 Abs. 2 Grundordnung3# erforderlichen Bestätigungen der Kirchenleitungen oder des Konsistoriums herbei.
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§ 9
Geschäftsführung

( 1 ) Zur Erfüllung seiner Aufgaben steht dem Vorstand eine Geschäftsstelle zur Verfügung, die ein Geschäftsführer leitet.
( 2 ) 1 Der Geschäftsführer hat die Geschäfte nach den Weisungen des Vorstandes zu führen. 2 In diesem Rahmen ist er, unbeschadet des § 7 Abs. 2 der Satzung, zur Vertretung des Landesarbeitskreises Berlin berechtigt.
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§ 10
Auflösung

( 1 ) Der Beschluss über die dauernde Einstellung der Tätigkeit der EAF – Landesarbeitskreis Berlin – bedarf einer Zweidrittel-Mehrheit aller Mitglieder sowie der Zustimmung durch die Kirchenleitungen.
( 2 ) 1 Das nach Auflösung des Werkes verbleibende Sondervermögen fällt an die Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg in Berlin (West). 2 Die Kirche hat das Vermögen für gleichartige kirchliche Zwecke zu verwenden.
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§ 11
Inkrafttreten

( 1 ) Die Satzung tritt nach Zustimmung durch die Kirchenleitung am 1. Januar 1972 in Kraft.
( 2 ) Gleichzeitig tritt die bisherige Satzung außer Kraft.
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§ 12
Übergangsregelung

Die bisherige Mitgliederversammlung und der bisherige Vorstand nehmen alle Aufgaben der Mitgliederversammlung und des Vorstandes bis zum Inkrafttreten der neuen Satzung wahr.

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1 ↑ Grundordnung der EKiBB.
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2 ↑ Grundordnung der EKiBB.
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3 ↑ Grundordnung der EKiBB.