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Satzung des Evangelischen Kirchenkreises
Oderland-Spree über das Kirchliche Verwaltungsamt

Vom 18. November 2014

(KABl. 2015 S. 29)

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§ 1
Grundsatz

Verwaltungsaufgaben des Kirchenkreises und der Kirchengemeinden sowie ihrer öffentlich-rechtlichen Verbände werden im Kirchlichen Verwaltungsamt wahrgenommen.
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§ 2
Rechtsträger

Rechtsträger des Kirchlichen Verwaltungsamtes ist der Evangelische Kirchenkreis Oderland-Spree.
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§ 3
Sitz des Kirchlichen Verwaltungsamts

Sitz des Kirchlichen Verwaltungsamts ist Frankfurt (Oder).
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§ 4
Wahrnehmung der Aufgaben des Verwaltungsrats

( 1 ) In Anwendung von § 2 Absatz 2 Satz 1 des Kirchengesetzes über die Rechtsstellung und Aufgaben der Kirchlichen Verwaltungsämter (Verwaltungsämtergesetz – VÄG) werden folgende Aufgaben des Verwaltungsrates bis auf die in Absatz 2 und in § 6 Absatz 1 und 2 genannten Aufgaben dem gebildeten Verwaltungsamtsausschuss übertragen:
  • Beschlussfassung über Gebühren- und Kostenbeitragssatzungen,
  • Entscheidung über die Übernahme weiterer Aufgaben gemäß § 6 Absatz 1 Satz 2 VÄG,
  • Entscheidung über die Zustimmung zur Übertragung von Aufgaben gemäß § 8 Absatz 2 VÄG,
  • die Aufnahme von Krediten und Darlehen für die Kassengemeinschaft des Kirchlichen Verwaltungsamts,
  • Grundsätze der Vermögensanlage.
( 2 ) Den Haushalts- und Stellenplan für das Kirchliche Verwaltungsamt legt der Kreiskirchenrat nach Vorbereitung durch den Verwaltungsamtsausschuss der Kreissynode zur Beschlussfassung vor.
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§ 5
Verwaltungsamtsausschuss

( 1 ) 1 Dem Verwaltungsamtsausschuss gehören an:
  1. die Superintendentin oder der Superintendent,
  2. vier weitere Mitglieder, von denen mindestens zwei nicht bei kirchlichen Körperschaften, Einrichtungen oder Werken beruflich tätig sind.
2 Die Mitglieder zu b) werden von dem Kreiskirchenrat berufen. 3 Für jedes Mitglied nach b) beruft der Kreiskirchenrat ein Ersatzmitglied, das auch stellvertretend tätig wird.
( 2 ) Die Amtszeit der Mitglieder des Verwaltungsamtsausschusses endet mit Ablauf des Jahres, in dem die Kreissynoden neu gebildet werden.
( 3 ) Der Verwaltungsamtsausschuss tagt mindestens einmal im Halbjahr.
( 4 ) 1 Die Amtsleiterin oder der Amtsleiter nimmt an den Sitzungen teil, sofern nicht der Verwaltungsamtsausschuss im Einzelfall etwas anderes beschließt. 2 Niederschriften über die Sitzungen werden dem Kreiskirchenrat zur Kenntnisnahme vorgelegt. 3 Im Übrigen gilt Artikel 52 Absatz 5 der Grundordnung entsprechend.
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§ 6
Amtsleiterin oder Amtsleiter

( 1 ) Die Leiterin oder der Leiter des Kirchlichen Verwaltungsamts wird vom Kreiskirchenrat mit der Mehrheit seiner Mitglieder gewählt.
( 2 ) 1 Die Leiterin oder der Leiter des Kirchlichen Verwaltungsamts leitet das Kirchliche Verwaltungsamt. 2 Sie oder er ist für alle Angelegenheiten des Kirchlichen Verwaltungsamts zuständig, sofern diese nicht dem Kreiskirchenrat oder dem Verwaltungsamtsausschuss zugewiesen sind. 3 Die Benennung der Stellvertreterin oder des Stellvertreters der Leiterin oder des Leiters des Kirchlichen Verwaltungsamts erfolgt durch die Leiterin oder den Leiter des Kirchlichen Verwaltungsamts im Einvernehmen mit dem Verwaltungsamtsausschuss.
( 3 ) 1 Die Leiterin oder der Leiter des Kirchlichen Verwaltungsamts ist dem Verwaltungsamtsausschuss für seine Arbeit verantwortlich. 2 Sie oder er berichtet ihm regelmäßig über wichtige Angelegenheiten des Kirchlichen Verwaltungsamtes.
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§ 7
Konkretisierung der Regelaufgaben und Finanzierung

Die in § 8 Absatz 1 VÄG genannten Regelaufgaben des KVA können nach Vorbereitung durch den Verwaltungsamtsausschuss gemäß § 8 Absatz 3 VÄG durch Satzung des Kreiskirchenrates über Aufgaben und Finanzierung des Kirchlichen Verwaltungsamts konkretisiert werden.
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§ 8
Inkrafttreten

Diese Satzung tritt am 1. Januar 2015 in Kraft.
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Vorstehende Satzung wurde am 9. Dezember 2014 durch das Konsistorium der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz kirchenaufsichtlich genehmigt.